Samstag, 22. September 2012

Alltag, Kompost, Papaya und Buckelwale



Liebe Leute,

wie ihr vermutlich bemerkt habt, ist mir die Motivation für das Bloggen etwas abhandengekommen – das Leben hier hat sich an uns gewöhnt und umgekehrt, tagelang kein Strom und kein Wasser aus der Leitung nerven, sind aber irgendwie Normalität. Die Leute im Dorf gehen ja sowieso jeden Tag um 4:30 zum Brunnen, holen sich ihre 2 Kanister, mit denen sie dann den ganzen Tag für die ganze Familiauskommen.
Wenn sie erst um 6h kommen, müssen sie stundenlang warten, bis sie drankommen (bzw. stellen sie ihre Gefäße in die Warteschlange und sehen beizeiten nach, wie weit sie gekommen sind…).
Uns gehts also gut.
Bei meinem Projektpartner kommt schon seit Monaten kein Wasser mehr aus dem Anschluss, die Rechnung kommt aber zuverlässig.

Nachdem ich ja nicht nur für Tontechnik sondern im Sektor „Zivilgesellschaft“ tätig bin, haben wir nach 2 erfolglosen „Beschwerdebriefen“ (wir wollen nix zahlen, wenn wir nix bekommen – Revolution!) eine Petition mit den Nachbarn, denen es gleich geht, angezettelt.
Siehe da – drei Tage später lassen sich gleich mehrere Techniker der Wasserabteilung blicken um die Situation zu erheben. Jetzt kann es sich nur noch um Monate handeln, bis es wieder aus dem Hahn tröpfelt.

Die Spannungsschwankungen (wenn Spannung da ist) im Stromnetz, sind derart, dass sich westliche Geräte (ein PA-Verstärker von CROWN / Harman) zu 35% der Betriebsfälle vorsorglich in den Protection-Mode schalten und rot blinken – wir sagen schon nix mehr, sondern legen einfach ein Verlängerungskabel zur Dose von einer der anderen Phasen (der 3 verfügbaren), welche im Toleranzbereich zwischen 215 und 240V liefert. Eine der 3 macht das meistens. Unsicher ist, wie lang. Und wie lang uns der Amp das mitmacht. Grund für den ganzen K**k ist, dass „sich“ das Netz heillos konfus erweitert hat und die E-Gesellschaft keinen Schimmer hat, wer wo dran hängt und wie viel Strom ‚saugt‘.
Die Spitzenzeiten sind wie überall weltweit abends, wenn alle heimkommen, Licht, Aircon, TV etc. aufdrehen – da ist es aber zu finster, um was zu tun, und am nächsten Tag ist ja eh wieder alles ok...
Beim Strom ist‘s mit der Petition nicht so leicht, weil das die Nachbarn eher wenig bis gar nicht juckt. Die haben nämlich kein Equipment von Crown sondern Lärm-Speaker vom Straßenmarkt chinesischen Ursprungs für die private Schallbetäubung (und soweit der Wind es trägt). Wenn‘s nicht geht, geht‘s halt nicht. Das sind nur wir Westler, die glauben, dass immer alles und vor allem sofort funktionieren muss.
Und die paar ‚Stinkreichen‘ die sich auch ein Auto leisten können, können sich auch einen Generator leisten.
So what?!?


Als Barbara in Ö und IT auf Urlaub mit den Kindern war, hatte ich reichlich Zeit und entschloss mich, Bäume zu pflanzen.
Zuerst nur 2. Von denen tat sich einer ziemlich schwer. Nachdem ich Gärtner-technisch eher unerfahren bin, nahm ich nicht nur falsche Betreuung (ich versuchte so fair wie möglich zu beiden Bäumen zu sein und sie gleich zu behandeln) sondern vielleicht auch schlechtes Gen-Material mit in meine Überlegungen zur Ursachenforschung (warum der eine nicht g‘scheit wächst) auf.

Also hab ich nach 2 Wochen nochmal 2 gekauft und mittlerweile die Vermutung, dass es einfach zu wenig Wasser war, was alle bekommen hatten, da sie bei uns mehr Sonne ausgesetzt sind als in der „Baumschule“.
Ich versuchte meine Unerfahrenheit vor dem Verkäufer gar nicht zu verheimlichen sondern ging im Gegenteil ganz offensiv damit um und fragte ihn genau, was ich zu tun hätte.
Der gab mir mit auf den Weg, dass Wasser nicht fehlen dürfe. Hm.
Auf meine Frage nach der Menge, erinnere ich mich nun im Nachhinein an eine subtile Unsicherheit in der Antwort, die eigentlich ich ihm in den Mund gelegt hatte.
Ich fragte: ‚Wie viel Wasser? So ca. 1 Liter pro Tag?‘ Und er antwortete ‚Ja‘. Mit dieser Art und Gestik, die ich mittlerweile schon öfter angetroffen hab und die bedeutet übersetzt:
„Oida, keine Ahnung, - genug halt. Was weiß ich, wie viel 1 Liter ist.“
Dabei ist in meiner Erfahrung nach bei gewissen Personengruppen die Maßeinheit beliebig austauschbar. Km, Minuten, Stunden, Meter – tanto faz.
Und immer wieder passiert mir, dass ich Suggestivfragen stelle.
Ich bin der Depp.

Nachdem nun also die Bäumchen (Papaya-bäume übrigens, und diese, weil die besonders schnell wachsen und dem unerfahrenen Gärtner besonders schnell ein Erfolgserlebnis bescheren können) eingepflanzt waren und so recht und schlecht weiter junge Blätter produzierten, wurde mir natürlich als geprägten Bauernbuben klar, dass im Sand ein junger Baum so seine liebe Not haben würde, Wurzeln zu schlagen.
Auch wenn alle ausgewachsenen Nachbarsbäume ja im Großen und Ganzen die gleichen Bedingungen vorgefunden hatten und nun auch Früchte tragen, wäre eine g‘scheite Erde sicher nicht von Nachteil.
Eine g‘scheite Erde (wia dahoam ;-)) gibt‘s aber hier am Strand schon mal sowieso nicht und weiter im Land drinnen sagen sie halt zum dunkleren Sand Erde. G‘scheite Erde ist das aber auch nicht.
Also selber machen, sprich kompostieren.
Die Geschichte mit unserem Müll ist mir nämlich auch schon länger ein Dorn im Auge.
Mangels Trennoptionen wird unser ganzer Rest einfach haufenweise auf den städtischen Müllberg gefahren. Und von dort verweht der Wind alle Plastiksackerln der Stadt und den Gestank wieder gleichmäßig.
Die meisten Nachbarn machen das Den-Müll-in-die Stadt-Bringen schon mal gar nicht sondern laden ihn einfach irgendwo vorm Dorf (was wiederum in der Nähe von allen ist) ab oder werfen ihn in eine halbherzige Grube.

Wer schon mal tanzenden Blättern im Herbst zugesehen hat, kann sich gut vorstellen, dass Plastiksackerl kein Problem damit haben aus halbherzigen Gruben herausgeweht zu werden.
Jedenfalls schauts so aus, dass die Hecke hinterm Haus, entlang der Straße, welche den Compound vom Dorf trennt, mit viel Vorstellungskraft, auf 200m aussieht wie ein Weihnachtsbaum, geschmückt mit Plastiksackerl.
Das mit dem Müll ist also ein Thema. In der ganzen Stadt, nicht nur bei uns.
Wenn man frisch ankommt, denkt man sich jedes Mal wieder, „Hier leben alle im Müll“, wenn man länger da ist, gewöhnt man sich erschreckend rasch daran.

Also hab ich beschlossen, für mein Gewissen und v.a. für die Kinder, Mülltrennung einzuführen. Damit die Kinder einen Hauch des natürlichen Kreislaufs mitkriegen und damit alle, die bei uns vorbeischauen fragen, wozu denn das gut sein soll. Against all odds zwischen chinesischem Konsum-Krims-Krams.
Zum Beginn ganz einfach dreifach: Bio, Papier und Rest.
Bio für die Erde, Papier für den Wächter in der Nacht zum Feuermachen (der kann Feuer zwar auch ohne unserem Altpapier machen, aber bevor keiner was hat davon...) und den Rest für den Müllberg als Beitrag zur Aufgabe der Stadtverwaltung.

Damit das mit der Erde was wird, hab ich mir eine Kompostkiste vom Nachbarn und einigen Quellen aus dem Internet abgeschaut und optimiert bzw. auf lokale Möglichkeiten adaptiert. Nachdem wir ja grad keine Ahnung haben, wie lange wir noch hier sind, ob wir die Früchte der Bäume überhaupt genießen werden können und jemals überhaupt die Erde unseres Biomülls den Bäumen zuführen werden können, wollt ich die Kiste portabel haben, ohne Schrauben, Nägel oder sonst etwas – rein modular, steckbar. Vielleicht will’s ja wer anderer nachher haben und als Bretter, nicht als ganze Kiste (ca. 1m³) mitnehmen. Stell ich mir praktischer vor.

Das ist es jetzt also – jetzt haben wir eine bereits halbvolle Kompostkiste, 4 Papaya-bäume (mittlerweile habe ich die Wasserspeicherung über den Tag und die langsame Abgabe des Wassers mittels Sägespäne verbessert) und wenn’s wahr ist, wird noch vor Weihnachten g‘scheite Erde für einen Wachstumsschub sorgen. Sollten wir zu Ostern noch da sein, versprechen erfahrende Papayabaum-Züchter, wird‘s zu den Eiern auch Papayas geben.
Wir werden sehen.

August bis Ende Oktober ist Buckelwal-Zeit in der dritt-größten Bucht der Welt, in Pemba.
Letztes Wochenende haben wir uns mit unseren Kollegen ein Boot gemietet und eine Tour gemacht. Ca. 15 Exemplare ließen sich gemächlich auf die imposanten Rücken und Schwanzflossen blicken.
Diesmal gab‘s zwar keine Sprung-Einlagen, es war aber auch so sehr beeindruckend.

Danach hab ich von unseren Nachbarn gehört, dass vor 2 Wochen jemand von den Bootstouren einer Wal-Mutter bei der Geburt ihres Kindes zusehen konnte.
Voll arg.
Jetzt wird dieses Paar regelmäßig beim Tauchen-Lernen für das Junge beobachtet.
Krasse Sache, wie ich finde.

Dienstag, 28. Februar 2012

Vertragsverlängerungen und anderes

Mittlerweile darf es ja unter interessierten Blog-LeserInnen als bekannt vorausgesetzt werden, auch wenn wir es lange nicht schriftlich veröffentlichten. Aus zwei Jahren wurden zweieinhalb (mit meinem Vertragseinstieg 2010) und nun entschlossen wir uns noch eins dran zu hängen. Macht dreienhalb. Und es ist gut so.


Besuche
Dadurch ist natürlich auch mehr Zeit für Freunde und Bekannte uns zu besuchen. So haben es die Omas und der Opa vorgemacht. Abel-Oma hatte es letztes Jahr schon vorgezeigt, heuer noch einmal. Vöckla-Opa und Oma hatten bis dahin genug Gründe gefunden von der langen Reise durch fremde Länder und Sprachregionen Abstand zu nehmen. Die Fotos der Enkel hatten aber schließlich den richtigen Nerv getroffen und geholfen die Strapazen zu überwinden – und es waren schlussendlich etliche.


Opas Resumee vor der Heimreise war folgendes:


„Es war eine schöne Zeit hier in Pemba,
Always in our life we remember.
Ihr haltet euch hier wie wir sehen sehr brav,
Greater is now than before our love.

Black and white sieht man da friedlich beisammen,
Sehr viele hier kennen sich sogar beim Namen.
In Österreich beschreibt man die Wege zum Glück,
„Wie man in den Wald hineinruft so kommt es zurück“

Wir danken und wünschen hier unserem Sohn
und seiner Familie den richtigen Ton,
noch lang so zu treffen wie wir es erlebt,
und dass mit Eurem Einsatz das Beste ihr gebt.
Was ihr UNS in diesen 3 Wochen gegeben
war unsere schönste Reise im Leben.
Wir hoffen wenn wir heute fort von hier geh’n
über’s Jahr auf ein glückliches Wiedersehen.

Pemba, Nanhimbe 13, 13.12.2011
Hans Nussbaumer

Zum Zeitpunkt des Entstehen dieses Gedichts bahnte sich bei Vöckla-Opa allerdings vor der Rückreisestrapaz schon eine andere an: Mattigkeit, leichtes Fieber, das stetig stieg. Wir entschlossen uns, um sicher zu gehen, vor dem Flug zu einer Blutabnahme um einen Malariatest zu machen. Ohne auf das Ergebnis zu warten gings dann zum Flughafen, Einchecken.
Von dort dann telefonisch nachfragen, was das Laborergebnis sei: Erleichterung und sichtbares Aufatmen bei Oma: NSE – não se encontrou. Zu Deutsch: (Malaria) wurde nicht gefunden. Schwerer Abschied (für ein Jahr) und Heimflug via Nairobi, Dubai, Wien. Barbara hatte Oma noch ein Antibiotikum empfohlen, welches vermutlich etwas überdosiert wurde. Dessen entledigte sich der Körper in Nairobi von allein, zusätzliches hohes Fieber, was über Dubai bis Wien so blieb. Am Westbahnhof in Wien am nächsten Tag hatte Schüttelfrost eingesetzt, so stark, dass das am Automaten gekaufte Ticket nach Vöcklamarkt seinen Weg vor lauter Zittern nicht mehr in die Geldtasche fand.


Aus glücklichen Umständen waren mein Bruder Hannes und auch Abel-Oma (Barbara’s Mutter) zugegen, welche neben Vöckla-Oma halfen. Unser Hinweis beim Abflug „Wenn es zuhause nicht besser ist, müsst ihr SOFORT ins Tropenzentrum zur Untersuchung“ war zu dem Zeitpunkt vergessen oder wurde aus anderen Gründen nicht befolgt. Man wollte nur nach Hause. Im Nachhinein meinte Abel-Oma, hätte man das zum Zeitpunkt des Schüttelfrosts über des Kranken Kopf hinweg entscheiden müssen.


Was darauf folgte, ist ein Beispiel dafür, wie man es nicht machen soll.
3,5 Stunden Heimreise im Zug, zu Hause dann Beginn vom Versuch einer Heimtherapie (nach 3 Wochen in den Subtropen, negatives erstes Ergebnis hin oder her!) mit Hausmitteln, Konsultation des Hausarztes (nachdem das Fieber ständig um 39,5 herum war), welcher eine Blutprobe zu einem Labor seiner Wahl sandte, welches nicht zur Auswertung taugte, weil nach der schlussendlichen Entscheidung am Freitag ins Landeskrankenhaus Vöcklabruck zu gehen, dieses ausschließlich seine eigenen Labors verwendet. Also Freitagvormittag Aufnahme im Krankenhaus Vöcklabruck. Dort waren wir vor einem Jahr zur Geburt Kathas bestens betreut worden.

Samstag.
Noch kein Befund. Bis dahin wurden wir hier in Pemba immer nervöser und mussten das Vorgehen zu Hause mit Kopfschütteln wahrnehmen, riefen mehrmals pro Tag an und urgierten einen weiteren Malariatest von einem kompetenten Tropenmediziner. Am Samstag war dann meine Geduld zu Ende. Mit der Wochenend-Mentalität in Österreich vor Augen und dem Faktum, dass Papa bereits den fünften Tag Malariasymptome aufwies, setzte ich alle telefonisch erreichbaren Hebel in Bewegung: mehrere Gespräche mit Mama, meinen Brüdern und dem Tropenzentrum in Wien - mit dem Resultat, dass wir in Vöcklabruck vom Visite-Arzt eine Antwort bekamen, die wohl beruhigend gemeint war, uns aber noch mehr beunruhigte. Uns wurde die Gabe eines Antibiotikums, welches Papa per Infusion neben den fiebersenkenden Mitteln bereits bekam, als „bezüglich einer eventuellen Malaria auf der sicheren Seite“ ‚verkauft‘.


Dieses Antibiotikum war aber unserem Wissen nach und auf Nachfrage im Wiener Tropenzentrum nicht geeignet, Plasmodium falciparium (den lokalen, tödlichen Malariaerreger)

in den Griff zu bekommen. Es würde, wenn schon, die Therapie nur begleiten. Der Erreger würde sich im ungünstigsten Fall ‚verstecken‘, langsam die inneren Organe angreifen und zerstören.

Sonntag.
Unsere Nervosität stieg. Vor allem war uns unerklärlich, wie es sein kann, dass nach der Aufnahme am Freitag (die für uns hier in Pemba schon zu spät war) bis Sonntag noch immer kein Ergebnis bezüglich Malaria vorlag. Bis dahin bekam Papa Infusionen, danach ging das Fieber runter, wenn die ausließen, stieg es wieder. Er klang ziemlich fertig am Telefon.

Mein Bruder Klemens, der am nächsten wohnt, wurde nun Opfer meiner Beharrlichkeit. Nachdem ich meiner Mutter nicht mehr zumuten wollte, sich mit den Ärzten zu „streiten“, musste mein jüngerer, größerer Bruder herhalten. Ich versuchte ihm in mehreren Telefonaten den Ernst der Lage zu verdeutlichen, und warum auch die Ruhe des Visite-Arztes trügerisch sein könnte. Er musste darauf bestehen, ehestens eine verbindliche Aussage zu erwirken bezüglich
- der Art des Malariatests (Schnelltest oder unter dem Mikroskop oder beides)
- des analysierenden Labors
- des dort verantwortlichen, befundenden Arztes und
- des so zustande gekommenen Ergebnisses
So mein ‚Auftrag‘ an ihn. Die Freude war zwar nicht groß (er hatte doch schon gefragt und man hatte doch gesagt, dass man auf der sicheren Seite sei, man sich keine Sorgen zu machen brauche), aber er sagte zu, sich darum zu kümmern.

Montag.
Vor Ende der Besuchszeit drang mein Bruder schlussendlich via Visite und Stationsschwester zur verantwortlichen Abteilung im KH vor, welche für die Befundung zuständig ist. Auf die Frage, wohin die Probe am Freitag denn geschickt wurde, und warum das mit dem Ergebnis so lange dauert, bekam Klemens zwei Antworten: Die Probe wurde zum externen Labor X geschickt. Gleich drauf: das machen wir in dem Fall doch eh selber. Warum dann, wenn es doch im Haus analysiert wird, nach 80 Stunden noch immer kein Ergebnis vorliege (Wochenende hin oder her), konnte ich aus der Entfernung nicht erfassen und bis jetzt nicht begreifen.


In Mosambik, wo die Uhren gaanz laangsam gehen, liegt das Ergebnis spätestens innerhalb von einer Stunde nach Testbeginn vor. Tropenzentrum Wien: allerhöchstens 12h.


Zu diesem Zeitpunkt nahm sich jedoch die ärztliche Abteilungsleiterin, welcher der Patient bekannt war, für meinen Bruder und seine Frau ausführlich Zeit, rief den speziell ausgebildeten Tropenmediziner (welcher nach Rückfrage mit Namen auch in Wien im Tropenzentrum als kompetent bestätigt wurde) und befundeten so gemeinsam, im Beisein meines Bruders, in Echtzeit die Blutprobe meines Vaters. Ergebnis: Malaria positiv. 7 Tagen nach Ausbruch des Fiebers (!) hatten wir nun endlich einen Befund, es konnte sofort mit der Therapie begonnen werden (was nicht selbstverständlich ist, da die Medikation nicht automatisch vorrätig sein muss – Malaria bekommt man in Oberösterreich schließlich nicht jeden Tag…) und mein Vater fühlte sich nach Stunden bereits besser. Weihnachten konnte er, zwar schwach aber doch, zu Hause verbringen.


In diesem Jahr ist nun für ihn bei JEDEM Fieber eine Reise nach Vöcklabruck zum Malariatest angeordnet, da es sein kann, dass durch den späten Behandlungsbeginn, die Malaria nicht vollständig ausgeheilt ist und wieder ausbricht.
Mein Bruder meinte an jenem Montag auf der Heimreise vom KH dann noch telefonisch, er müsse sich jetzt wohl bei mir entschuldigen, dass er meine Beharrlichkeit als nervig und übertrieben empfunden hatte… - keine Rede davon, aber froh war ich schon, dass wir durch meine Hartnäckigkeit eine weitere Verzögerung und Verschlimmerung der Symptome vermeiden konnten.


Always in our life we’ll remember…


Kapstadt

Nach der Aufregung und den Besuchen der letzten Wochen war nun Urlaub für uns angesagt. Zuerst noch Weihnachten und dann raus aus Pemba und auf nach Südafrika. Schon bei der Landung in Joburg konnte ich freier durchatmen, fühlte mich beschwingt ob des sauberen, kühlen Airports. Barbara fror zwar bitterlich (es hatte schließlich kaum mehr als 23°C) aber es ging gleich weiter zum Zwischenstopp ins flughafen-nahe Hotel. Besonders aufregend für Nena: Schlafen in einem Stockbett! Am nächsten Morgen um 5h früh gings weiter nach Capetown. Klimatisch hatte es außerhalb des Flughafengebäudes gleich mal österreichische Sommerluft zu bieten.
Ahhh!
Mietwagen abgeholt und ab ins Quartier. Ohne GPS und deswegen mit einer Ehrenrunde, bei der wir gleich ein Stadtviertel ungewollt besichtigten. War aber auch gut so, denn sonst wären wir noch früher bei unserem Appartement angekommen, welches gerade noch für uns gereinigt wurde, als wir eincheckten.
Die folgenden Tage genossen wir die kühle Luft, den dadurch erholsameren Schlaf, den Tafelberg, den Nationalpark Cape-Point (Kap der guten Hoffnung),

Aquarien, Spielplätze, Großstadt, Einkaufen für Pemba was man dort nicht bekommt, medizinische Checks, fast lückenlos wireless internet am Smartphone, gutes Essen und vor allem die Gesellschaft von Nena’s Cousine mit Familie. Während die kleinen Großen spielten, Katha Nachmittagsschlaf hielt, konnten sich die ganz Großen sogar ab und zu ungestört unterhalten.


Richtiger Großstadt Urlaub ohne Kinder ist erst später wieder mal, wir wissen auch schon wo ;-).


Nach kurzer Umgewöhnungsphase konnten wir es dort also richtig genießen, hatten Zeit für uns als Familie und seit langem wieder mal als Paar, außerhalb des „Dorfes Pemba“, was richtig gut tat.
Alles in allem: Kapstadt ist – vor allem aus Mosambik kommend – eine Reise wert, wenn auch die Flugkosten aus Österreich kurioser Weise billiger gewesen wären!

Zähne, Zehen und Löffel
All diese Zeit wurden wir begleitet von einem zentralen Vorgang im Leben eines jeden Menschen: die ersten Zähne kommen raus. Bei Katha nämlich. Was Magdalena relativ unspektakulär wegsteckte, macht Katha ziemlich zu schaffen. Und uns. Unser Sonnenschein versteckt sich dazu hinter finsteren Regenwolken, welche auch in der Nacht nicht Halt machen, sie und uns zu peinigen.
Es gibt aber kein Zurück und so sehen wir sonnigeren Tagen wie den letzteren mit Zuversicht entgegen. Der erste Meter wurde z.B. wackelig, aber frei und alleine gehend zurückgelegt (!) und letztens beim Mittagessen fand schon ein beachtlicher Teil des Essens per Löffel in der eigenen Hand in den eigenen Mund. Allerhand!


Piraten und Räubers
Magdalena, welche ja schon alle Milchzähne seit längerem zur Verfügung hat, beißt sich dieselben aber schon etwas an ihrer neuen Situation neben ihrer kleinen Schwester aus. Sie, die Große, die schon gescheiter sein muss, aber auch noch manchmal gern ein Baby sein und genauso wie ihre Schwester kuscheln möchte. Genau dann, wenn Katha aber schon bei Mama ist und die vor lauter Hitze fast umkommt und zwei Kinder auf einmal auf ihr drauf dann einfach nicht erträgt.


Das Leben ist hart und ungerecht.
Und Papa und Mama stellen sich dann auch noch so an und schimpfen womöglich, obwohl das aber alles echt unfair ist.
Da ist es kein Wunder, wenn manchmal Räubers und Piraten auftauchen und sich alle in Acht nehmen müssen. Die Totenkopf-Fahne sollte Euch Warnung genug sein!


Außerdem hat die Schule begonnen: I-S-P – this is where we want to be! (ISP ist die Internationale Schule von Pemba).
Nachdem Nena die Vorschul-Ausbildung in den letzten zweieinhalb Jahren im Kindergarten bekam, stieg sie nach unserer Rückkehr aus Kapstadt im neuen Schuljahr trotz ihrer erst 5 Jahre in „Grade 1“ ein. Teacher Alice, ihr Klassenlehrer, wie wir das in Ö nannten, ist super nett und bescheinigte ihr bereits nach den ersten Wochen „that she’s doing very well!“ Die besten Freundinnen aus dem Kindergarten sind auch mit in der Klasse und so ist die Schule „echt cool“.


To be continued

Sonntag, 11. September 2011

Glaube kann Berge versetzen…

… und die hiesige Ausübung uns manchmal den Rest geben.

In den letzten Wochen hat sich bei Katha die Tendenz entwickelt, dass sie lieber nachts als unter Tags trinkt und damit auch lieber unter Tags schläft als nachts. Bei uns wäre es eigentlich noch umgekehrt.
Jedenfalls hat sich damit die familiäre Aufwachzeit kontinuierlich zu früherer Stunde hin entwickelt. Worauf auch Nena aufwacht und womit natürlich nicht mehr an Schlaf zu denken ist.
Soweit so normal.
Mit Nena konnten wir an Wochenenden manchmal luxuriöser Weise bis nach 7h schlafen, mit Kahta anfangs an guten Tagen bis 6:30. Dann bis 6h, 5:30 und seit kurzem begünstigt durch entfernte aber durchaus gut hörbare elektroakustische Wiedergabe – wir dachten an einen extrem lauten Fernseher im Morgengrauen - nur noch bis 5h früh.
Mit ausreichend geringem Entspannungsgrad war ich heute (Sonntag) in der Früh bereit, der Ursache auf den Grund zu gehen. Aus dem Bett raus, schnappte mir Katharina die animiert durch die fernen Laute schon munter im Bett rumturnte, sodass zumindest Barbara von ihr noch etwas Ruhe hatte, und marschierte ins Dorf rein Richtung lauter.
Abgesehen von der erfrischenden Wirkung eines Morgenspazierganges, die mir ein klein wenig vom Ärger nahm, konnte man vermutlich meinem Gesichtsausdruck noch ablesen, dass ich nicht ganz aus freien Stücken unterwegs war.
Das rege Tagestreiben im nur teilweise mit Strom versorgten Dorf beginnt natürlich früher und endet – bis auf die Freitags-Disco – auch früher. Deswegen wurde ich auch allerorts von ausgeschlafenen Morgengrüßen, Zunicken und Kinder – „dada!“-Rufen begleitet.
Als ich nach 15minütigem Fußweg an der Schallquelle ankam, fand ich ein fast verlassenes Haus, im umzäunten Hof ein Junge, der sich um einen Topf am Feuer kümmerte, rundherum normales Morgentreiben, keine Spur einer Versammlung oder von aufmerksamen Zuhörern und aus den scheibenlosen Fenstern dröhnte der Grund meines Spaziergangs.
Etwas irritiert stand ich nun da, Katharina am Arm, und sah schließlich die Nachbarin. Ich winkte ihr, ging auf sie zu und fragte sie, ob sie mir erklären könne, was denn hier abgehe.
Zuhause hatten wir ja aufgrund der unverständlichen Sprachmelodien vermutet es könnte sich eventuell um eine Wiederholung irgendwelcher Regierungsansprachen (so in der Art „Hohes Haus“), Propaganda oder um eine besonders frühe Version der Wahlwerbung handeln. Unabhängig vom Inhalt hätte ich mir aber zumindest eine Person in der Nähe erwartet, die dem ganzen zuhört.
Die Nachbarin also nickte, lächelte mütterlich, schaute mich verständnislos an und schickte schließlich eine jüngere Frau in die dem lauten Haus entgegengesetzte Richtung los. Mir zugewandt meinte sie nur: Der Besitzer kommt schon.
Aha.
Tatsächlich bog kurz darauf ein junger Mann ums Eck und wir begrüßten uns – er sei der Hausbesitzer.


Nun fragte ich also ihn, was es mit dem Lärm auf sich hätte. Wir würden ca. 2km entfernt auf der anderen Seite des Dorfes wohnen und in den letzten Tagen in aller Herrgottsfrüh immer von seinem Morgenprogramm „begleitet“ wach werden. Das sei ziemlich hart.
Er schaute mich durchdringend an und fragte schließlich: Sind sie kein Muslim?
Ich verneinte.
Arco Iris? (eine lokal verbreitete, von Weißen betriebene Glaubensgemeinschaft – wir glauben Sekte)
Negativ.
Das jedenfalls sei kein Lärm oder Propaganda sondern Auszüge aus dem Koran (dargebracht in der lokalen Sprache Makua, in aufgeregter Predigermanier, den Verstärker auf Anschlag) damit sie hinten auf der Baustelle (ca. 70m entfernt) in der Früh während der Arbeit (zwei Stunden lang!!!) den Worten des Propheten Mohammed lauschen können.



Ich versuchte meine Gedanken zu ordnen, was mir aber aufgrund meiner Mischung aus Überraschung und Ärger etwas schwer fiel. Natürlich könne jeder seine Religion in der Art und Weise ausleben, wie er das für richtig halte – wir würden das halt zuhause oder in der Kirche tun und ich hatte angenommen, dass die Muslime das eben auch entweder zuhause oder in der Moschee machen wohin sie auch der Muezzin per Lautsprecher ruft (in Österreich dröhnen als Pendent dazu ja schließlich auch überall die Glocken), alles kein Problem. So jedenfalls sei’s aber für uns etwas „ungewöhnlich“… Wegen der anhaltenden Perplexität dauerte meine Suche nach einem Kompromissvorschlag etwas.
Noch bevor ich fortfahren konnte, meinte er aber ‚OK‘, nickte etwas und nachdem er nichts mehr zu dem Thema zu sagen hatte, ging er wieder auf seine Baustelle.

Jetzt wissen wir wenigstens, wo’s herkommt 8-)

Donnerstag, 16. Juni 2011

Für Stefan: Ein Tag bei Toyota

Nachdem Stefan K. einer der proaktivsten Blogleser ist ("schimpft" mich, wenn ich zu lange nix schreib ;-)), ist es mir eine besondere Freude, auch ihm die folgende Alltagsepisode aus unserer Gegend zu schildern:

Alles begann damit, dass wir bei unserem Auto, dass wir vor knapp 2 Jahren gekauft hatten nun aufgrund von einseitigem Reifenverschleiß endlich die Spur einstellen lassen mussten.
Als der Meister endlich unter dem Auto lag schüttelte er vielsagen den Kopf: mit den Teilen geht das aber nicht mehr und zeigte mir die ausgeschlagenen Gelenke. Vorteil von einem Toyota in Moçambique: es gibt Originalteile. Nachteil: die sind so richtig teuer.


Na gut, dafür halten die dann auch 10mal so lange wie die Nachbauteile, die man auch um billigeres Geld bekommt und nur ungefähr passen.
Also wenn schon denn schon und lieber ‚richtig beim ersten Mal‘ (ein schöner Satz aus dem Qualitätsmanagement meiner ehemaligen Firma ;-)). Die Reparatur inkl. Teilen kostete knapp 1.000,- USD. Seitdem ist das Management dort aufmerksam und freundlich zu mir – auch gut.
Was mir damals ein bisschen komisch vorkam war allerdings, dass nach dem Einstellen der Spur 3x eine Probefahrt gemacht wurde – bis das Auto in der Mitte der Straße blieb (in der Mitte der Straße kann man aber auch mit X- oder O-Beinen gehen…).

Nachdem ich meine Bedenken geäußert hatte, wurde mir versichert, falls sich die Notwendigkeit in nächster Zeit ergäbe noch mal nach zu justieren, wäre das natürlich im bereits bezahlten Preis inbegriffen.

Sehr freundlich, zumindest.


Nachdem also die alten Reifen einseitig am Ende waren mussten neue her und erst mit denen macht‘s natürlich Sinn, die Spur endgültig einzustellen.
Dieses Mal ging ich den vielmaligen Testfahren auf den Grund. Der Mann, der „die Maschine“ (zum Spureinstellen) bedienen kann, sei schon länger nicht da, deswegen wird auf die altbewährte Methode der „corda“ zurückgegriffen (eine Schnur wird außen über die Reifen von hinten nach vorne gespannt – wenn sie bei jedem Reifen an beiden Punkten gleich ankommt bzw. gleichen Abstand aufweist ist die Spur richtig eingestellt...). Irgendwie hatte ich die Tendenz „der Maschine“ mehr zu vertrauen – aber wer weiß…?! Besser als gar nix und wir vereinbarten, sobald der Mann zurück ist, die ordentliche Einstellung nachzuholen.

Ich blieb somit halbwegs in der Mitte der Straße – mit neuen Reifen, eingestellt mit alter Methode.
Schlussendlich war der Mann, der die Maschine bedienen kann wieder da, gab mir den Tipp, dass der Reservereifen runter muss zum Einstellen (der hatte eine andere Felge) und der Originale rauf muss. Nachdem ich dann noch einen „Termin“ vereinbarte (einfach als erster in der Früh kommen…) war ich also wieder da.


Als erster in der Früh zu kommen ist mit zwei Kindern gar nicht so leicht – trotz Nanni. Ich hatte es nicht ganz geschafft – trotzdem wurde ich noch angenommen (Danke…).
Die Prozedur beginnt, indem als erstes der Status und Inhalt des Autos aufgenommen wird. Das ist Aufgabe des Sicherheitsmannes, damit da auch nix wegkommt (soll schon vorgekommen sein).
Danach wird nochmal Chassis-Nummer, wieder Kilometerstand und wieder der Name aufgenommen. Das ist Aufgabe des Bürogesellen, welcher sich auch gleichzeitig mit dem Computer anzufreunden versucht.
Nach einer Fünfviertelstunde war es vollbracht: das Auto war bereit um die Werkstatt gefahren werden zu dürfen. Leider hat inzwischen der Mann der Spureinstellmaschine zum Tribunal müssen.
Um einen Einblick in die Abläufe dort zu bekommen empfiehlt sich der Eintrag weiter oben (Tribunal und mosambikanisches Zeitverständnis). Meine Hoffnungen sanken, dass ich diesen Punkt heute noch von meiner Liste abhaken können würde…
Nach erfreulich kurzer Zeit war der Kollege wieder zurück und entgegen der Vorhersage des Meisters, dass es Vormittag wohl nix mehr werden würde kam jetzt unser Hilux dran.

Bei so einem alten Auto findet man ja immer wieder einen Teil, den man austauschen kann – so auch dieses Mal. Einer von denen, die das letzte Mal noch drinnen bleiben durften war nun dran – ein für die Spurführung mitverantwortliches Gelenk (zu englisch: "idler arm" war ausgeschlagen und hatte mehr als 1,5mm Spiel. So kann man natürlich die Spur nicht ordentlich einstellen.
Glücklicherweise ist der Teil nicht lagernd und die Bestellung dauert etwas – der Preis wurde mir aber schon mitgeteilt: nur knapp 450,- USD.
Das wird ja richtig billig das nächste Mal (wenn nicht noch was auftaucht).
In der Zwischenzeit ist aber mal die Spur mit der Maschine eingestellt worden und ich bilde mir sogar ein, dass es jetzt besser passt.
Das bisher recht freundliche Management hatte zudem nur kurz überzeugt werden müssen, dass es unangebracht wäre, beim dritten Mal Spureinstellen sich die Arbeitszeit vom Kunden wieder bezahlen zu lassen, nachdem’s schon 1x bezahlt, aber 2x nicht ordentlich eingestellt wurde und der „Spurmaschinentechniker“ zudem gleich gesagt hat, dass da ein Hund begraben war…
Wenn man nicht ÜBERALL selber aufpasst… ;-)

Immer wieder – Stress bei Fieber

Das war schon zuu schön.


Kleine Erfolge im Job, das Leben mit Katha spielte sich ein, sie gedeiht und trinkt, harmonisches Familienleben, fast jeden Tag Sonnenschein ('und der Tag am Meer…' F4).

In solchem Überschwang des Positiven ließ es sich auch Nena nicht nehmen ihrer Freude Ausdruck zu verleihen und musste Katha einfach ab und zu mal küssen. Obwohl sie einen ordentlichen Schnupfen ausbrütete. Und obwohl Papa und Mama immer wieder mahnten, doch bitte nur die kleinen Füße, aber nicht Hände und Kopf zu küssen.

Das können sie sich natürlich aufmalen, Papa und Mama. Und so kam es, dass der Schnupfen kein Schnupfen war sondern irgendeine Infektion, welche sich langsam bis zu 39,5° Fieber steigerte.
Zuerst bei Nena, dann bei Katha und zu guter Letzt Mama.
Und jedes Mal Fieber heißt natürlich jedes Mal Malariatest. Damit man besser schläft und um den Sorgen den Nährboden zu entziehen am besten sofort wenn’s akut ist – meistens in der Nacht.
Nena ist mittlerweile schon so routiniert bei der Blutabnahme dass ihr die Anerkennung der Laborassistenten nur so zufliegt. Mindestens seit den letzten 3-4 Malen keine einzige Träne.

Die letzte Respektsbezeugung lautete: „Esta menina tem couragem… tem couragem mesmo!“ (Dieses Mädchen ist mutig – richtig mutig!). Was der Mann nicht wissen konnte war, dass jemand, der „so stark wie Spiderman“ ist, sich natürlich nicht fürchtet vor Nadeln oder Spritzen :-).

Logisch – oder?!

Bei Katha waren Mama und Papa aber nicht so stark wie Spiderman. Zwar nicht geweint, aber schon Angst gehabt (Wobei - wer sagt eigentlich, dass Spiderman keine Angst hat…).
Nachdem dem Baby die Tragweite der Situation ja noch nicht so bewusst war war Katha trotz hohen Fiebers relativ gut gelaunt und hauptsächlich wir hatten Stress.

Nena schlief, Barbara war nervös, musste aber trotzdem mit dem Baby in die Klinik, da wir nicht wollten, dass Nena aufwacht – also musste ich zuhause bleiben – für den Fall der Fälle dass das zweite kranke Kind doch was braucht.

Unser Besuch Theres wäre zwar im ersten Stock gewesen für den Fall der Fälle – die wollten wir da aber nicht mit reinziehen.

Also einpacken – zur Sicherheit in der Klinik anläuten und: Möp. Niemand hebt ab.
Nochmal. Festnetz, Handy, nochmal Festnetz. Dann den Direktor der Klinik zuhause direkt am Handy angerufen (der hat das ausdrücklich angeboten…). Der meinte: kann sein, dass alle draußen auf der Straße sind, weil ja den ganzen Tag schon kein Strom war (auf der Straße ist mehr los…).

Super.

Außerdem kann nur ein Malaria-Schnelltest angeboten werden (der, der bei unserem Kollegen Stefan 2x negativ war obwohl er Malaria hatte…) – Blutbild geht ohne Strom nicht.
Kurz Luft holen: wir wohnen in der „Landeshauptstadt“ und können keinen vollständigen Malariatest machen weil’s keinen Strom gibt und der Generator „just heute“ auch nicht geht.
Wir glauben’s nicht und haken beim Direktor der Privatklink weiter nach. Naja – wir können schon ins Hospital Provincial auch gehen... Na dann machen wir das doch!


Er höchst persönlich empfängt Barbara und schleust sie durch. Schneller als normalerweise in der Privatklinik ist sie wieder zurück und zum Glück ist das Ergebnis negativ.
Das Fieber von beiden blieb aber noch ein paar Tage erhöht bis sie sich wieder erholten. Nach der ganzen Aufregung fiel der Stress von Barbara etwas ab und sie bekam am nächsten Tag abends Schüttelfrost und kribbelige Finger – genau meine Symptome damals bei der Malaria.

Ka...!

Also Katha einpacken, Nena wurde unserem Wächter anvertraut und wieder ab ins Hospital da in der Klinik nach 22h niemand mehr im Labor ist. Zu unserem Erstaunen waren die ansonsten überfüllten Gänge und Wartesäle menschenleer. Das mag vielleicht an der fortgeschrittenen Tageszeit gelegen sein – es war kurz nach Mitternacht.


Dennoch wurde Barbara nach minimaler Wartezeit von einem Arzt empfangen – in bisher nie gesehener Geschwindigkeit ein Test gemacht und mit dem negativem Ergebnis und freundlichen Empfehlungen wieder nach Hause geschickt.

Nach geschätzten 20 Minuten waren wir wieder draußen. Das machen wir jetzt immer so. Zumindest zu Mitternacht.

Montag, 2. Mai 2011

UGANDA

Ich hatte die Ehre gemeinsam mit einem Kollegen aus Beira ausgewählt worden zu sein um an einer Fortbildung in Kampala / Uganda teilzunehmen. Hand in Hand damit ging auch die Möglichkeit ein paar Kollegen in deren Projekten dort zu besuchen um somit einen kleinen Einblick in andere Länder und Sitten zu bekommen.






Unglücklicherweise hatte die Regierung von Uganda bei den vor kurzem abgehaltenen Wahlen scheinbar die Staatskasse geleert und sah sich so gezwungen diese wieder zu füllen. Erhöhte Steuern auf Treibstoffe, Erhöhungen bei den öffentlichen Studiengebühren (auf 200%!!) und gesteigerte Preise bei Grundnahrungsmitteln provozierte den Protest der Opposition, welche die Bevölkerung aufrief jeden Montag und Donnerstag zu Fuß zur Arbeit zu gehen (Demonstrationsverbot) um so friedlich zum Ausdruck zu bringen, dass sie sich den motorisierten Transport nicht mehr leisten konnte.
Die Absicht war friedlich nach nordafrikanischem Vorbild (nicht Libyen, aber Tunesien und Ägypten), die Reaktion des Machtapparates war vorsichtig formuliert „überzogen“.
Polizei, Militär, Panzerfahrzeuge, Tränengas und scharfe Munition, welche laut Order und Berichten nur nach oben in die Luft gefeuert wurde. Mysteriöser Weise wurden dabei mindestens 5 Personen, darunter ein Kleinkind, getötet, und mehr als 150 Personen zum Teil schwer verletzt und in Krankenhäuser eingeliefert.
Wir kamen „genau richtig“ – am Eingang zur Uni waren Sicherheitskräfte postiert – wir wurden aber durchgewunken und von unserem Fahrer vorsichtig durch den Campus zum Institut chauffiert, an dem wir einen Termin hatten. Nach kurzer Beratung mit unserem Kollegen kamen wir zu dem Schluss das Treffen abzuhalten. Wir waren durch die zwei Schüsse mit Tränengas mehr beunruhigt als er, der das schon zu kennen schien. Nach dem Termin bevorzugten wir die Ausfahrt durch den Hintereingang, welche sich ohne Komplikationen bewältigen ließ. Wir waren jedenfalls froh, als wir wieder draußen waren.
Die Fortbildung und unsere Unterkunft waren in einem ruhigen Teil der Stadt angesiedelt, welcher durch die Unruhen nicht betroffen war – nur die Besuche im Zentrum der Stadt fielen ins Wasser. Wir konnten uns somit voll auf die interessanten Inhalte konzentrieren und hörten nur ab und zu Einsatzfahrzeuge mit Vollgetonhorn auf der nahen Straße vorbeifahren. Die machen das aber sicher auch ohne Unruhen ab und zu.
Da mein Rückflug mangels Alternativen als letzter aller Teilnehmer erst am Samstag früh ging, hatte ich den fortbildungsfreien Karfreitag für andere Unternehmungen frei.
Ein Pater hatte mich schon während der Woche angesprochen, dass er gerne meinen tontechnischen Rat hätte bei seinem Projekt in seiner Diözese (Jinja), 120km von Kampala entfernt. Also kam ich nach Abstimmung mit meinen Chefs in den Genuss Uganda auch von der Straße und der ländlichen Seite aus kennen zu lernen.
Nach dem Projektbesuch und meinen Beratungen zeigte sich Pater Richard sehr dankbar und chauffierte mich zu den Sehenswürdigkeiten in der Gegend – welche die Kathedrale








auf eine Anhöhe, von welcher man die ganze Stadt übersehen konnte, den Ursprung des Nils und dessen Wasserfälle miteinschloss.








Nach dem Ausflug, welcher den ganzen Tag beanspruchte, kamen wir fix und fertig am Abend wieder im Hotel an (er musste wieder zurückfahren!) und ich packte meine Koffer und reiste am nächsten Morgen ab, um pünktlich zum Ostersonntag wieder zu Hause zu sein.

Quartalsbericht

Es hat sich einiges getan, aber der Reihe nach:

ABSCHIED
Weihnachten in Pemba in trauter Dreisamkeit, Silvester in Zweisamkeit, da Barbara schon im Flugzeug Richtung Wien saß.



Auf den letzten Drücker sozusagen, in der 35igsten Schwangerschaftswoche. Beim Einchecken in Pemba mussten zwei Zeugen ein Formular unterschreiben, das die Fluglinie im Falle von Komplikationen schadlos hält. Nachdem wir nur zu dritt dort waren und Nena als Zeugin noch nicht akzeptiert wurde musste als zweiter Zeuge ein wildfremder Stadtbewohner herhalten, von dem wir zumindest wissen, wo er wohnt ;-).
Nena war ganz schön traurig, als Mama mit dem Flugzeug wegflog, schlussendlich war’s aber mit Papa zu zweit gar nicht schlecht, und schließlich gibt’s ja Skype!
Kurzfristig alleinerziehend und berufstätig hat seine Qualitäten aber auch Herausforderungen – ohne Haushaltshilfe kann und will ich mir das grad gar nicht vorstellen.



REISE NACH EUROPA
Schließlich war’s soweit. Nachdem wir die Wochen und Tage bis zu unserem Abflug schon von Barbara’s Abschied an gezählt hatten stiegen auch wir in den Flieger. Zuerst nach Johannesburg und dort mal Pause.
Der ursprüngliche Flug nach JNB, mit dem wir die gesamte Reise bis Wien innerhalb von 24h hätten bewältigen können war nicht ausgelastet (Nena und ich wären die einzigen Reisenden gewesen) und wurde somit 2 Wochen vor dem Tag X gestrichen. Der Ersatzflug implizierte 4 Tage Aufenthalt in JNB. Zum Glück kamen wir bei einer Freundin von Barbara’s Schwester, Catharine welche in Pretoria wohnt, unter. Was heißt kamen wir unter – wir wurden aller herzlichst aufgenommen, abgeholt, bewirtet, durften uns wie zu Hause fühlen, Tennisplatz und Pool verwenden, machten gemeinsame Unternehmungen und wurden schlussendlich sogar wieder zum Flughafen chauffiert. DANKE nochmal Catharine!
Den ersten Hauch von Europa bekamen wir beim Boarden in JNB (SUISS-AIR) zu spüren als uns Schweizer Dialekt um die Ohren schwirrte, den zweiten Hauch als wir nach dem Nachtflug am Flughafen Zürich schlaftrunken in der Früh im Transferzug zum nächsten Flug mit HEIDI-Jodl-Almen Idylle beglückt wurden. Technisch interessant realisiert, da das fenstergroße Bild im Tunnel außerhalb des Zuges auf einem riesigen (als solches fast nicht wahrnehmbaren) Display zu sehen war und sich mit gleicher Geschwindigkeit wie der Zug unterwegs war, draußen mitbewegte – somit aus dem Zug betrachtet als stehend wahrgenommen werden konnte UND man damit aus dem Zug Heidi für die Dauer der Werbeeinschaltung vor dem Matterhorn beim Jodln zuschaun konnte…
Meine letzten gespeicherten Natureindrücke aus SA waren Nashörner die wir am Tag vor unserem Abflug sahen und ich wähnte mich zuerst beim Anblick der Schweiz-Werbung in einem wilden Traum, in dem das mächtige Tier mit dem Felsmassiv durcheinandergekommen war, „Nas-“ und „Matter-“ ineinander mutierten, das Endprodukt stellte sich als Enkelin des Almöhi heraus und begann zu jodeln. Nix für schwache Nerven…
Jedenfalls war ich zu dem Zeitpunkt noch nicht richtig wach und musste mich kurz vergegenwärtigen ob ich bei Bewusstsein war und bin bis jetzt im Zweifel, aber ich trau’s ihnen zu, den Schweizern ;-)
Der Flug Zürich-Wien ist noch eine eigene Erwähnung wert, v.a. wenn man zwei Jahre lang keinen Schnee und keine (richtigen) Berge mehr gesehen hat. Sehr schön.


WIEN
In Wien wurden wir von Barbara, Abel-Oma und Angela (Nenas gleich alte Cousine) inkl. einem Berg Winterkleidung herzlich begrüßt. Mit dem Zwischenstopp in JNB/Pretoria hatten wir uns ja schon etwas auf den Klimawechsel einstellen können und so war der Sprung nicht ganz so groß – außerdem hatten wir Sonne mitgebracht.
Die Luft war kalt und angenehm klar zum Atmen (trotz der nahen ÖMV-Raffinerie) und hatte einen Tick von Heimat.
Die Straßen ohne Löcher, Strom und Internet ständig funktionstüchtig, Schwarzbrot zum Essen und die besten Delikatessen dazu: Käse, Schinken, Speck, frische Salate (trotz Winter) und umsorgt von der Schwiegermama, - kurzum: alles was das Herz begehrt ;-)


Ein Kurzbesuch bei den ehem. Kollegen bei AKG um Ersatzteile zu besorgen machte die unterschiedlichen Welten noch deutlicher, erinnerte mich natürlich auch an die Zeit vor Mosambik. Nach kurzem bekam ich privilegierter Weise schon das eine oder andere Funktionsmuster vorgestellt, welches es bald als Produkt zu den Kunden schaffen soll – ich freu mich schon drauf ;-).
Nach Ausschlafen und Familienbesuchen gings weiter zur nächsten Station:



VÖCKLAMARKT
Mein Bruder Hannes hatte uns mitsamt Sack und Pack in Wien abgeholt und so sparten wir uns die Schlepperei zum und vom Zug und außerdem wollten wir die Fahrzeit nützen um uns seit langem wieder mal ungestört unterhalten zu können. Das funktionierte solange bis mich die Müdigkeit übermannte und ich wegnickte… War trotzdem super und DANKE nochmal!
In Vöcklamarkt angekommen war schon alles für unseren Einzug vorbereitet, die ehemalige Wohnung von Omi einmal durchgeputzt, der Keller mit Estrich, Dosen, Licht und Verputz versehen so dass zumindest mal das Schlagzeug aus der Wohnung runtergeräumt werden konnte und später mal ein Proberaum draus werden kann. SUPER.
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, hätte es eigentlich plangemäß losgehen können, unser Baby ließ sich aber noch Zeit und befand, die Mama solle sich erst Mal entspannen 
Ich ging inzwischen mit Barbara zu Voruntersuchungen in Krankenhäuser, mit Nena in den Schnee zum Bob-Rutschen,


half Papa am Computer und versuchte auch etwas runter zu kommen. Nena und Tobias wissen, wie das am Besten geht!

KATHARINA ZURI
Als wir sozusagen an und zur Ruhe gekommen waren war’s soweit und nach einem Kurzaufenthalt im Kreissaal war Katharina Zuri geboren!




Alles ging glatt und wir waren froh über den medizinischen und sonstigen Infrastrukturstandard, der uns zur Verfügung stand. Sich vorzustellen wie es ohne alldem gewesen wär löst unmittelbar Unbehagen aus.

FORMALITÄTEN
Nachdem Zuri ganz entspannt etwas später auf die Welt kam, verkürzte das den Abstand zu unserer natürlich schon vorher gebuchten Rückreise. Hier in umgekehrter Reihenfolge: Nena und ich zuerst weil mein Urlaub ja beschränkt ist, Barbara mit Zuri danach. Damit Zuri mitdurfte, brauchte sie natürlich auch alle möglichen Dokumente – hier der Reihe nach:
- Geburtsurkunde (dafür die jeweilige von Vater, Mutter und deren Heiratsurkunde)
- Meldezettel
- Staatsbürgerschaftsnachweis
- Reisepass (natürlich mit Passfoto)
- Visum für Mosambik aus Berlin
Außerdem waren die Anträge für Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld zu stellen (Zweiteres erst mit zuerkannten Ersterem möglich) und abseits von allem sollte unser Zwutschkerl erstmal Mama, Papa und ihre Schwester kennenlernen, ordentlich trinken und schlafen, gebührend „Willkommen“ geheißen werden und zumindest zu den erreichbaren Freunden von Mama und Papa sowie allen Verwandten bis einschließlich dritten Grades einmal „Hallo!“ gesagt haben ;-).
Wir waren gut beschäftigt in den knapp zwei zur Verfügung stehenden Wochen.
Hier finde ich es noch angebracht eine Lanze für die österreichische Verwaltung und die meisten darin Tätigen zu brechen: ich wurde an allen Stellen zumindest höflich und manchmal mit Bitten und Hinweis auf unsere zeitlich dringliche Situation zuvorkommend behandelt sodass es schlussendlich gelang, alles rechtzeitig abzuwickeln. Wenn ich mir selbiges in Mosambik vorstelle überkommt mich zuerst ein kalter Schauer und dann ein wahnsinniger Gesichtsausdruck. Geschätzte Durchlaufzeit für all das: ca. ein halbes bis ein ganzes Jahr, gespickt mit Unvermögen und Schikanen.
Ich werde künftige Diskussionen über Unzulänglichkeiten des österreichischen Verwaltungsapparates als ‚Raunzen auf hohem Niveau‘ betrachten können.

GLÜCKLICH VEREINT

Nachdem wir auch unsere Rückreisen ganz ohne Komplikationen, mit nur drei Tagen Warten in einem guesthouse in Johannesburg hinter uns gebracht hatten, kamen Nena und ich zuerst an und fanden unser Haus in Pemba nach 5 Wochen mit geschlossenen Türen und Regen komplett verdreckt und verschimmelt an.
Dreck, welcher durch Wind und Regen vom Naturdach und den darin lebenden Bewohnern (Gekkos, alle möglichen Insekte und Spinnen) nach und nach runtersegelte und Schimmel, weil wir diese Erfahrung noch nicht hatten und niemanden regelmässig zum Durchlüften schickten, und somit die Feuchte mit dem organischen Substrat von oben einen optimalen Nährboden bildete. Lecker.
Nach drei Tagen putzen, neuen Matratzen, komplette Wäsche der meisten gelagerten Anzieh-teile waren wir soweit, dass es sich wieder wie „zuhause“ anfühlte. Barbara kam eine Woche später und wir konnten sie mit Zuri somit im „gemachten Nest“ begrüßen.

KINDERMÄDCHEN
Dona Munaite kannten wir schon von Nena’s Kindergartenfreund Silvan und seinem Bruder Yannik – sie betreute beide. Es traf sich glücklich, dass deren Eltern entschieden ihren nächsten Lebensabschnitt in Peru anzutreten – just zu dem Zeitpunkt, ab dem wir jemanden als Hilfe für Zuri brauchten.


Wir vereinbarten somit den „Deal“ und die Sache war abgemacht. Nena war natürlich etwas traurig, dass ihr Freund Silvan nun so weit weg ist – Munaite ist derzeit nur ein schwacher Trost, obwohl sie sich sehr gut verstehen und mögen (Nena schreit seit kurzem „du hast einen dicken Hintern“ im lokaler Sprache Makua herum…). Auch Katharina fühlt sich scheinbar in den erfahrenen Händen sicher und verlangt nur ab und zu sehr bestimmt nach Mama. Richtig so!